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Hier erhalten Sie einen Überblick zu unseren Halbzeugen und deren Verarbeitungshinweisen. Sowie die häufigsten Fragen die uns gestellt werden.
Außerdem erhalten Sie Informationen zum Thema CNC und was beim Konstruieren von Drehteilen und Frästeilen unbedingt beachtet werden muss.
iglidur Kunststoff-Halbzeuge ermöglichen die kostengünstige Herstellung von Bauteilen für bewegte Anwendungen und sind hervorragend zur Fertigung von Prototypen sowie kleinen und mittleren Serienbedarfen geeignet. Platten, Plattenstreifen, Tafeln, Rund- und Hohlstabe aus einer Vielzahl verschiedener iglidur Hochleistungspolymere stehen ab Lager zur Verfügung. Jeder Werkstoff wird durch seine Eigenschaften zum Spezialisten für ein bestimmtes Einsatzgebiet. So gibt es für fast jede Anwendung von Hochtemperatur bis Meerwasser von Lebensmittel bis Automotive die passenden iglidur Halbzeuge. Alle iglidur Werkstoffe sind speziell für dynamische Anwendungen entwickelt und haben niedrige Reib- und Verschleißwerte.
Iglidur® Werkstoffe setzen sich aus verschiedenen Komponenten zusammen: Basispolymere für die Verschleißfestigkeit, Fasern und Füllstoffe verstärken die Bauteile für die Aufnahme hoher Kräfte oder Kantenbelastungen. Festschmierstoffe in unseren Materialien fuhren dazu, dass die daraus gefertigten Bauteile selbstschmierend sind und so die Reibung des Systems vermindern und Verschleiß reduzieren. Mit dem Einsatz von iglidur® Werkstoffen erhöhen Sie die Lebensdauer Ihrer Bauteile und reduzieren Kosten und Aufwand für Wartungen
Mithilfe dieses 12 Design Tipps möchten wir Ihne die wichtigsten Grundsätze an die Hand geben, um wirtschaftlich und fertigungstechnisch optimale Dreh- und Frästeile zu konstruieren.

In vielen Fällen sind Standardtoleranzen ausreichend – sofern nicht anders gefordert, gilt für alle Maße die Allgemeintoleranz gemäß ISO 2768-m/K.
In Abhängigkeit der nominellen Länge können minimale Toleranzbreiten von IT9, IT10 oder IT11 erreicht werden (gemäß ISO 286) – noch engere Toleranzen sind zwar fertigbar, aber aufgrund der kunststofftypischen Wärmeausdehnung und Feuchtigkeitsaufnahme über die Zeit nicht einzuhalten und daher nicht empfehlenswert.
Enge Sondertoleranzen erhöhen die Kosten, weil sie die Fertigungsdauer erhöhen können und manuelle Prüfung nötig machen – je enger die Toleranz, desto aufwändiger kann die Messmethode ausfallen (von Messschieber über Mikrometerschraube bis hin zu Koordinatenmessgerät).
Insbesondere bei innenliegenden Bauteilfeatures, wie anhand der tolerierten langen Bohrung im Bild dargestellt, sind enge Toleranzen eine Herausforderung.

Der Radius (R) sollte mindestens 1/3 der Tiefe der Kavität (D) betragen – bevorzugt in allen Ecken den gleichen Radius definieren. R sollte dabei etwas größer sein als der Radius des verwendeten Werkzeugs.
Für die Kanten zwischen Boden und Wandung der Kavität können Sie einen kleinen Radius (0,5 oder 1 mm), oder falls nötig, gar keinen Radius definieren.

Die Tiefe der Kavitäten (C) sollte das 4-fache ihrer maximalen Länge (L) nicht übersteigen.
Idealerweise übersteigt C auch nicht das 3-fachedes Werkzeugdurchmessers.

Je dünner, desto größer die Gefahr von Vibrationen und Deformationen, sodass enge Toleranzen nicht eingehalten werden können – im schlimmsten Fall kann es auch zu Brüchen kommen
Dünne Wandstrukturen können unter Umständen auch einen erhöhten Aufwand beim Spannen des Bauteils verursachen.
Daher empfehlen wir, eine minimale Wandstärke (Tmin) von 1,0 mm nicht zu unterschreiten – in Abhängigkeit der Geometrie können auch geringere Wandstärken zulässig sein.

Die Aussagen von Tipp Nr. 3 bezüglich der minimalen Wandstärken müssen jedoch ergänzt werden im Hinblick auf Bauteilstrukturen, welche ein ungünstiges, sehr großes Längen/Dicken-Verhältnis(L/T) aufweisen.
Je größer L/T, desto geringer die Steifigkeit der Struktur. Daher sollten Sie darauf achten, dass L/T idealerweise den Wert 4 nicht überschreitet – in jedem Falle jedoch sollte L/T nicht den Wert 10 übersteigen
Ähnliches gilt für radialsymmetrische Strukturen, wobei hier je nach Geometrie auch extremere Verhältnisse L/T > 10 möglich sind (siehe Bild Tipp 6)

Standarddurchmesser erhöhen die Genauigkeit und senken den Fertigungsaufwand, da sie mit einem Standardbohrer gebohrt werden können:
Die Tiefe der Bohrung (L) überschreitet idealerweise das 4-Fache ihres Durchmessers (D) nicht (L/D < 4) – tiefere Bohrungen mit L/D > 4 sind mit erhöhtem Aufwand und damit Kosten verbunden.
Bohrungen mit L/D > 10 gilt es generell zu vermeiden – sie sind oftmals nur per „Tiefbohren“ fertigbar und bedürfen der Einzelfall-Prüfung, in Abhängigkeit des Materials.
Beachten Sie hier außerdem bei Bohrungen mit „Nicht-Standard-Durchmessern“: Weil diese gefräst anstatt gebohrt werden müssen, muss das maximal erlaubte Verhältnis L/D ggf. reduziert werden.

Empfohlen sind Gewindetiefen (L), die maximal das 3-fache des Lochdurchmessers (D) betragen.
Bei Gewinden in Sacklochbohrungen sollte das Ende gewindefrei sein, mit Mindestlänge von einem halben Bohrungsdurchmesser (D).
Beachten Sie, dass Gewindelängen, die größer als der halbe Bohrungsdurchmesser sind, nicht zur Erhöhung der zur Stabilität der Fügung beitragen.
Falls Sie es konstruktiv realisieren können, sollten Sie Gewinde in Kunststoffen generell eher vermeiden – beim Fügen von Kunststoff- mit Metallteilen sollten Sie möglichst eine Durchgangsbohrung im Kunststoffteil vorsehen, sodass das Gewinde im metallischen Bauteil angebracht wird.

Mit jedem zusätzlichen Umspannvorgang steigt der (manuelle) Fertigungsaufwand und damit die Kosten - außerdem können die Umspannvorgänge Ungenauigkeiten verursachen.
Bei besonders komplizierten Geometrien können sogar bauteilspezifische Spannvorrichtungen nötig werden, welche Zusatzkosten verursachen und vom Online-Tool nicht berechnet werden können.
Konstruieren Sie Ihre Teile also so, dass sie in möglichst wenigen Aufspannungen gefertigt werden können (indem das Werkzeug alle Bauteilfeatures aus möglichst wenigen
Richtungen erreichen kann) - falls das nicht möglich ist, prüfen Sie, ob komplexe Teile in mehrere einfachen Bauteile gespalten werden können.

Einseitiger Materialabtrag bewirkt auch einen einseitigen Wärmeeintrag. Auch können Spannungen, die im Rohmaterial vorherrschen, ungleichmäßig freigesetzt werden. Dadurch kann es zu einem ungewollten Verzug des Bauteils kommen.
Versuchen Sie daher darauf zu achten, dass Bauteilstrukturen durch gleichmäßige Bearbeitung realisiert werden können – dies garantiert einen gleichmäßigen Wärmeeintrag sowie gleichmäßige Freisetzung von Spannungen im Rohmaterial, sodass unerwünschte Deformationen minimiert werden.

Beschriftungen stellen ein zusätzlichen, ggf. zeitaufwändigen Fertigungsschritt dar – versuchen Sie daher, auf Beschriftungen zu verzichten. Falls es aber nötig sein sollte, bevorzugen Sie Gravuren gegenüber Prägungen, weil bei ersteren weniger Material entfernt werden muss.
Je größer die Schrift, desto schneller die Fertigung: Achten Sie also darauf, dass die Schriftgröße nicht zu klein ausfällt (> 5 mm).
Auch sollte die Schrift möglichst auf ebenen, bearbeiteten Flächen angebracht werden (also keine runden Oberflächen, keine unbearbeiteten Seitenflächen, etc.).

Die durchs Drehen bzw. Fräsen geschlichteten Oberflächen weisen erwartbare Mittenrauwerte von Ra 2-3 μm auf – dies ist für die allermeisten Anwendungen absolut ausreichend.
Insbesondere wenn es sich um einen metallischen Gleitpartner handelt, gleiten sich die Oberflächen von iglidur® Bauteilen ohnehin glatt.
Falls nötig, können durch Nachbearbeitung (bspw. Trowalisieren) Mittenrauwerte von Ra < 1 μm erzielt werden – dies ist jedoch mit Zusatzkosten verbunden und muss zunächst geprüft werden.

Sind Sie unsicher, was das Bauteildesign oder die Materialwahl angeht?
Fragen Sie uns! Wir unterstützen Sie gerne bei jedem Schritt, von Ihrer Idee bis zum physischen Bauteil.
Wir haben eine sehr große Auswahl an iglidur® Materialien, sodass wir garantiert auch für Ihre Anwendung eine optimale Lösung anbieten können
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Bauteile mit individuellen Formen können mit spanabhebenden Verfahren günstig und schnell produziert werden, ob manuell oder maschinell. Zudem garantiert die spanende Bearbeitung eine besondere Präzision und erlaubt damit enge Toleranzen. Weil die spezifischen Eigenschaften des jeweiligen Kunststoffs den Zerspanungsprozess stark beeinflussen, sind allgemeine Aussagen über die Bearbeitung und die Zerspanbarkeit nur eingeschränkt zu treffen. Insbesondere was die einzusetzenden Werkstoffe und die optimalen Parameter betrifft, müssen diese meist erst durch eingehende Tests herausgefunden werden.

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