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Kompakte Gelenklager werden gebraucht, wenn auf engem Raum Schwenk-, Kipp- oder Rotationsbewegungen realisiert, Linearbewegungen übertragen, Kantenlasten vermieden oder Fluchtungsfehler ausgeglichen werden sollen.
Da die höheren Lasten, die metallische Gelenklager aufnehmen können, in vielen Konstruktionen gar nicht benötigt werden, stellen wartungsfreie Gelenklager aus Hochleistungskunststoff in vielen Anwendungen eine sinnvolle Alternative dar. Insbesondere dort, wo sonst regelmäßiges Nachfetten nötig ist, Bauteile Nässe oder Spritzwasser ausgesetzt sind oder das Gewicht eine entscheidende Rolle spielt.

Bei bewegten Konstruktionen beeinflusst nicht nur die Nutzlast das erforderliche Antriebsmoment. Auch die Lager- und Verbindungselemente selbst gehören zur bewegten Masse und müssen bei jeder Bewegung beschleunigt und abgebremst werden. igubal Bauteile bestehen aus Hochleistungskunststoffen und sind je nach Bauform bis zu 70 Prozent leichter als vergleichbare Ausführungen aus Stahl. Das schafft konstruktiven Spielraum bei hohen Bewegungszyklen, kurzen Beschleunigungswegen oder begrenzter Antriebsleistung – beispielsweise in dynamischen Mechaniken, Robotern, Greifern oder Fluggeräten.
igubal Gelenklager enthalten im Werkstoff integrierte Festschmierstoffe, sodass eine Nachschmierung entfällt und kein Schmierstoff in die Umgebung gelangen kann. Ein immenser Konstruktionsvorteil, wenn eine regelmäßige Wartung nur mit zusätzlichem Aufwand möglich ist oder Schmierstoffe unerwünscht sind.
Kunststoff korrodiert nicht, ist je nach Werkstoff gegenüber einer Vielzahl von Chemikalien beständig und benötigt keine zusätzliche Oberflächenbehandlung. Dadurch können Kunststoff-Gelenklager auch in Konstruktionen eingesetzt werden, bei denen Feuchtigkeit oder chemische Reinigung eine Rolle spielen.
Die tribologisch optimierten Werkstoffe weisen andere Reibungs- und Dämpfungseigenschaften als metallische Lagerpaarungen auf. Sie tragen zu einem geräuscharmen Betrieb bei und dämpfen Vibrationen. Ideal für Anwendungen, bei denen Geräusche und Schwingungen unmittelbar an der Konstruktion wahrgenommen werden.
Gut im Video zu erkennen: Die AIDIN Hand mit igubal KBRM‑Gelenkköpfen in der Finger- und Daumenkinematik
Kunststoff-Gelenkköpfe optimieren die Fingerkinematik in anthropomorpher Roboterhand
In der AIDIN Hand von AIDIN ROBOTICS zeigt sich, wie entscheidend das Zusammenspiel aus Konstruktion, Sensorik und Mechanik ist. Denn während Sensorik und Software das „Denken“ übernehmen, ist es die Mechanik, die jede Bewegung physisch umsetzt.
Im Rahmen der Zusammenarbeit wurden bereits 2022 die ursprünglich eingesetzten Metall-Gelenkköpfe in der Finger- und Daumenkinematik durch igubal Gelenkköpfe der Serie KBRM-02 ersetzt. Ziel war es, Gewicht zu reduzieren und gleichzeitig eine gleichmäßige, zuverlässige Bewegung sicherzustellen. Die Kunststofflösung überzeugt seitdem im Serieneinsatz durch:

Steh- und Flanschlager unterstützen die präzisen Bewegungen des Drohnen-Manipulators
Bei der für Inspektions- und Wartungsaufgaben entwickelten Drohne kommt es auf eine zuverlässige und kontrollierte Bewegung des Manipulatorarms an. Neben den Linearführungen und dem federunterstützten Arm übernehmen die eingesetzten Lager eine zentrale mechanische Funktion: Sie sorgen für die präzise Führung der beweglichen Komponenten und unterstützen die kontrollierte Kraftübertragung während der Interaktion mit der Umgebung.
Zum Einsatz kommen ein Flanschlager vom Typ EFOM-06 im Feder-Hebel-Mechanismus des nachgiebigen Gelenks sowie zwei ESTM-06-SL-Stehlager zur Lagerung des verschiebbaren Greifers. Die igus Lager überzeugen dabei durch:

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