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Eine Solartrackeranlage mit sphärischen Stehlagern der ersten Generation (ESQM‑120), welche die auf 120 × 120 mm Vierkantprofilen montierten Solarmodule führen.
Solartracker richten Solarmodule über den Tagesverlauf hinweg in einem möglichst günstigen Winkel zur Sonne aus und können so den Energieertrag gegenüber statischen Anlagen deutlich erhöhen.
Für die Effizienz dieser Systeme sind bewegliche Komponenten wie die Lagerung der Modulträger von zentraler Bedeutung. Eingesetzte Produkte müssen Witterungseinflüssen sowie mechanischen Belastungen über Jahrzehnte hinweg standhalten.
Vor diesem Hintergrund haben wir bereits 2015 unser erstes sphärisches Stehlager aus tribologisch optimierten Hochleistungskunststoffen für Solartracker entwickelt: das ESQM.

Links das ursprüngliche ESQM‑Stehlager, rechts die optimierte ESQM‑2.0‑Ausführung als nächste Entwicklungsstufe.
Auf die Markteinführung des ESQM‑120 folgten in den darauffolgenden Jahren weitere Größenvarianten sowie zahlreiche kundenspezifische Sonderlösungen für unterschiedliche Anlagenkonzepte und Profilgeometrien.
Die Erfahrungen aus diesen Projekten sind in die Weiterentwicklung eingeflossen und haben das ESQM zu einer eigenständigen Produktserie heranwachsen lassen.
Gemeinsame Merkmale aller Ausführungen sind eine sphärische Profilaufnahme zur Kompensation von Fluchtungsfehlern innerhalb der Solartracker-Anlage sowie aufeinander abgestimmte Materialpaarungen, die einen dauerhaft stick-slip-freien Betrieb der Lager gewährleisten.
Eine Kundenanfrage nach einer sphärischen, korrosionsfreien und hoch belastbaren Lagerlösung für die Solarmodul‑Nachführung war der Ausgangspunkt unserer Entwicklung. Mit dem ESQM‑120 konnten wir diese Anforderungen vollständig erfüllen und zugleich eine Lösung schaffen, die auf einen langjährigen, schmier- und wartungsfreien Betrieb ausgelegt ist. Neben weiterer Baugrößen und Sonderlösungen entwickelten wir einen Outdoor-Prüfstand für Langzeittests und nahmen diesen in Betrieb. Die in diesen Jahren gewonnenen Erkenntnisse aus Praxis und Labor bildeten die Grundlage für die nächste Entwicklungsstufe.

Bei der zweiten Generation wurde die Gesamtbauteilhöhe reduziert und die obere Gehäusehälfte durch einen verzinkten Blechbügel ersetzt, der trotz seiner lediglich 2-mm-Materialstärke eine hohe strukturelle Stabilität bietet.
Die Magnelis® Beschichtung schützt den Metallbügel mit einem selbstheilenden Korrosionsschutz und erhöht die Langlebigkeit des Bauteils. Mit dem Gehäuseunterteil aus solarmid G und der sphärischen Lagerkomponente aus iglidur P UV kommen Werkstoffe mit rund dreimal höherer UV‑Beständigkeit zum Einsatz.
Zusätzlich wurden in die Profilaufnahme Aussparungen für ein sauberes Kabelmanagement integriert und die Ausrichtung von einer V‑ auf eine U‑Form umgestellt, wodurch das Vierkantprofil bei der Montage stabiler in der Kalottenhalbschale ruht.
Eine strategische Materialumverteilung erhöht zudem die strukturelle Stabilität, während die kompaktere Form einen Preisvorteil gegenüber dem Vorgängermodell schafft.

Für Einsatzgebiete mit außergewöhnlich hohen Lastanforderungen, wie sie beispielsweise durch Stürme oder Schneelasten entstehen, wurden zwei Heavy‑Duty‑Varianten untersucht. Beim ESQM‑2.0‑HD wurden die Wandstärken gezielt zur Verstärkung hochbelasteter Bereiche umverteilt und die Bügeldicke verdoppelt. Dadurch erreicht die Konstruktion eine deutlich höhere strukturelle Stabilität.
Die Hard Stop‑Variante ergänzt diese Verstärkungen um eine mechanische Begrenzung der Drehbewegung. Sie verhindert unzulässige Rotationen der Tracker‑Achse und schützt damit sowohl Achse als auch Motor vor Überlast oder Beschädigung.
Dann nehmen Sie an unserer Design-Studie teil und erhalten Sie weiterführende Informationen zu den Heavy Duty-Konzepten, möglichen Einsatzbereichen sowie ersten technischen Auslegungsdaten.
Die Lean-Variante wurde für Projekte entwickelt, bei denen eine wirtschaftlich optimierte Lagerlösung im Vordergrund steht. Sie übernimmt die konstruktiven Merkmale und die Optik des ESQM-2.0, nutzt jedoch alternative Werkstoffe mit gleicher struktureller Belastbarkeit und geringerer Verschleißfestigkeit.
Zentrale Eigenschaften wie Schmierfreiheit, Wartungsfreiheit, Korrosionsbeständigkeit und Schmutzresistenz bleiben vollständig erhalten. Auch die Materialpaarung ist weiterhin auf einen betriebssicheren und Stick-Slip-freien Lauf ausgelegt. Dadurch entsteht eine wirtschaftliche Alternative für kostenoptimierte Solartracker-Konzepte und Anwendungen mit definierten Betriebsprofilen.
Über das Anfrageformular können projektspezifische Anforderungen direkt an unsere Spezialisten übermittelt werden. Jede Anfrage wird individuell technisch bewertet, um eine passende Auslegung für die jeweilige Anwendung zu unterstützen.

Dank integrierter Festschmierstoffe, die eine externe Schmierung ersetzen, ist das Stehlager frei von regelmäßigen Serviceeinsätzen
Die kompakte Bauform reduziert den Abstand vom Lager zum Solarmodul und ermöglicht dadurch Materialeinsparungen in der Gesamtkonstruktion
Eine strategische Materialumverteilung führt zu einer von uns empfohlenen radialen Belastbarkeit von bis zu 50 kN
In die Profilaufnahme integrierte Aussparungen sorgen für Ordnung bei den Leitungen, während die neue Ausrichtung die Montage vereinfacht
Die Magnelis® Beschichtung bietet einen selbstheilenden Korrosionsschutz, der den Blechbügel dauerhaft vor Umwelteinflüssen schützt
Bis auf den verzinkten Blechbügel bestehen die Stehlager der zweiten Generation aus Kunststoff, was sie deutlich leichter macht als metallische Varianten
Durch die schmierfreie Auslegung lagern sich keine Partikel an, sodass keine verschleißfördernde Paste entsteht und die Lebensdauer steigt
Optimal aufeinander abgestimmte Werkstoffe gewährleisten ein gleichmäßiges Gleitverhalten ohne Stick‑Slip‑Effekt für einen ruhigen, langlebigen Betrieb